Soloprojekt

MUE I . Aufbruch

Sie läuft, läuft durch Haine aus Gedanken, eilt und ahnt.
Das ist ihre Heimat: der Sturz ins Alles, Blutäpfel und ein Gesicht aus Lilien.

Häutung, Wandlung, Bruch der Stimme – das französische Wort „mue“ eröffnet mehrere Dimensionen, die Susanne Kubelka in ihrem dreiteiligen Soloprojekt aufgreift. Als Auftakt lädt ein Live-Hörspiel mit Gesang, Sprache, Körper, Flügel, Harmonium und Elektronischem das Publikum ein, in hörbare Bilder zum Geheimnis ursprünglichster universaler Zusammenhänge einzutauchen.Das ist ihre Heimat: der Sturz ins Alles, Blutäpfel und ein Gesicht aus Lilien.

16., 17., 19., 20. März 2019, 19:30

Barocksaal Stift Viktring

Karten unter
+43 676 9045669

Foto: Ivan Toscanelli

VITA

Susanne Katharina Kubelka hatte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Max Reinhardt Seminar in Wien. Ihr erstes Engagement führte sie ans Teamtheater München, es folgten Engagements am Hans-Otto-Theater in Potsdam und am Theater in der Josefstadt in Wien, wo sie Mitglied der Ensembles war. Seit 2002 arbeitet sie frei. Sie spielte unter anderem unter der Regie von Janusz Kica, Robert Hunger-Bühler, Thomas Thieme, Gerhard Roiss, Roland Bertschi, Bruce Beresford, Hans Escher und Alexander Kubelka.

2005 gründete sie zusammen mit Gerhard Roiss den Theaterverein Coop 05, mit dem sie seither länderübergreifende Theaterarbeiten realisiert. 2015 brachte sie ihre erste eigene Arbeit heraus, eine Vertonung des Lebens von Camille Claudel. Seit 2007 beschäftigt sie sich intensiv mit Musik.

FILM 2018
Skinnings
Regie: Escher, Enzo Brandner - Kino
Elsie

2018
Mono No Aware
Regie: Till Kleinau - IFS

Johanna

2018
Der Pass
Regie: Philipp Stennert - Sky
Reporterin

2017 - 2018
Absent Faces
Regie: Hans Escher - Coop 05/ Museum
Moderner Kunst Klagenfurt
Jim

2017
Tatort Münster / "Gott ist auch nur ein Mensch"
Regie: Lars Jessen - ARD
Elvira Eigenstein

2017
Harry Pinter
Regie: Andreas Schmidt - ORF - Kino

Kiki
FILM 2015
Soko Kitzbühl
Regie: Gerald Liegel - ORF, ZDF
Carola Schneider

2014
Weißt Du eigentlich, wie schön es
hier ist

Regie: Andreas Prohaska - ORF, Arte
Renate Prantl

2014
Soko Donau
Regie: Olaf Kreinsen - ORF, ZDF
Frida Krüger
2013
Eisbrecher
Regie: Fabian Epe
Sylvia

2013
Verbotene Liebe

Regie: N.N. - ARD
Richterin

2012
Zwei Leben
Regie: Joel Stroem - Bewegtes Bild
Mariah
2012
Danni Lowinski
Regie: Joseph Orr - Sat 1
Fotografn

2011
Das Glück dieser Erde

Regie: Gloria Behrens - ORF, ARD
Gastrolle

2011
Schnell ermittelt
Regie: Andreas Kopriva - ORF
Gordana Hannbaum
FILM 2009
Die Wicke
Regie: Gerhard Roiss - Kurzfilm
Kommissarin

2009
Alles,was Recht ist
Regie: Christoph Schrewe - ARD
GR

2006
Der Winzerkönig
Regie: H. Barthel - ORF
Maria Geisler
2009
Soko Köln
Regie: Daniel Helfer - ZDF
Gastrolle

2009
Soko Donau
Regie: Robert Sigl - ORF, ZDF
Episodenrollle

2009
Glaube
Regie: Margarete Fuchs - Kurzfilm
Dorine
2005
Alarm für Cobra 11
Regie: Sigi Rothemund - RTL
Episodenrolle

2003
Familie gesucht
Regie: Urs Egger - Sat 1
Gastrolle

2003
Blackout Journey
Regie: Sigi Kammel - Kino
Gastrolle
2001
The Red Phone
Regie: Joe Coppoletta - Engl. Fernsehen
Gastrolle

2000
Agip
Regie: Thomas Woschitz - Kurzfilm
HR

2000
Bride of the wind
Regie: Bruce Beresford - Kino
Gastrolle
1998
Quintett Komplett
Regie: Wolfgang Murnberger - ORF
Gastrolle

1997
Die Wache
Regie: Christoph Klünker - ARD
Episodenrolle

1995
Auf eigene Gefahr
Regie: Wolfgang Panzer - ARD
Gastrolle
1993
Der Bergdoktor
Regie: Thomas Jakob - ZDF
Episodenrolle

1992
Unsere Welt ist Spiel
Regie: Walter Davy - Hochschulfilm
Elisabeth
FILM

THEATER 2015
Acht Frauen
Landestheater Bregenz
Regie: Tobias Materna
Gaby

2015
Camille Claudel: atelier musical
Coop 05: Köln, Klagenfurt
Regie: Nicole Nagel

2014-16
Schmerzliche Heimat
Westfälisches Landestheater
Regie: Christian Scholze
Adile Simsek

2013
Deportation Cast
Theater im Bauturm Köln
Regie: Gerhard Roiss
Verena
2012
Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft
Studiobühne Köln
Regie: Daniel Schüssler
Caro

2011
Vom Nichtstun
Freies Werkstatttheater Köln
Regie: Roland Bertschi
Anni
2008
Solari
Coop 05: Köln, Klagenfurt
Regie: Gerhard Roiss


2007
Das haarige Mädchen
Freies Werkstatttheater Köln
Regie: Roland Bertschi
Marquesa di Soragna
2007
Alices Reise in die Schweiz
Vereinigte Bühnen Bozen
Regie: Doro Schneider
Alice

2006 - Gründung Coop 05
Aug' in Auge
Köln, Klagenfurt, Eisenkappel
Regie: Gerhard Roiss
Sejde
2004
Verschwörung Kubelka
Kaserne Basel; Pathos München
Regie: Philine Velhagen
Kubelka

2001
Das Dorf an der Grenze
Stadttheater Klagenfurt
Regie: Alexander Kubelka
Hertha
Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt, Wien - 1999- 2001 Ein Sommernachtstraum
Regie: Janusz Kica
Elfe


Der große Zauber
Regie: David Mouchtar-Samurai
Amelia
Mein Freund
Regie: Peter Gruber
Clementine


Don Juan
Regie: Thomas Birkmeier
Anna
STÜCKAUSWAHL
1999
Der Held der westlichen Welt
Theater auf der Heunburg
Regie: Augustin Jagg
Pegeen Mike

1998
Frühlingserwachen
Stadttheater Klagenfurt
Regie: Alexander Kubelka
Wendla

1998
Urfaust
Theater auf der Heunburg
Regie: Hans Escher
Gretchen
1998
Der Widerspenstigen Zähmung
Rennaissancetheater Wien
Regie: Georg Schmiedleitner
Katharina

1996
Der Solimann
Rennaissancetheater Wien
Regie: Hans Escher
Gabriella

1996
Hexenjagd
Theater auf der Heunburg
Regie: Alexander Kubelka
Elisabeth
1995
Woyzeck
Theater auf der Heunburg
Regie: Alexander Kubelka
Marie
Ensemblemitglied am Hans-Otto-Theater Potsdam - 1994-1996 Ein Sommernachtstraum

Regie: Jochen Schölch
Helena

Maria Stuart
Regie: Robert Hunger-Bühler
mit Sylvia Rieger
Faust von Werner Schwab mit den
Einstürzenden Neubauten

Regie: Thomas Thieme
Margarete

Der Kleine Prinz
Regie: Roland Bertschi
Kleiner Prinz
STÜCKAUSWAHL Nathan der Weise

Regie: Roland Bertschi
Recha
1993
Caligula
Teamtheater München
Regie: Jochen Schölch
Patriziererin

1993
Krankheit der Jugend

Theater beim Auersperg, Wien
Regie: Wolfgang Michalek
Lucy
1992
Die Kleine Hexe
Landestheater Coburg
Regie: Joachim Kosack
Kleine Hexe

1992
In seinem Garten liebt Don
Perlimplin Belisa

Festspiele Hellbrunn
Regie: Nina
Belisa
1990
Der Heiratsantrag
Münchner Hammerspiele
Regie: Herbert Schöberl
Natalja Stepanowna

Camille Claudel
Solaris
Aug' in Auge
Absent Faces
EIGENE ARBEITEN
Die Idee ist, Camille Claudels Werke zu vertonen … ihr Leben.
Camille Claudel
atelier musica
l
Eine Uraufführung von Coop 05

Die Geschichte der Bildhauerin Camille Claudel, einer extremen Künstlerin, die mit 18 Jahren Auguste
Rodin kennenlernte.
13 Jahre waren sie künstlerisch und persönlich tief verbunden.
Nach ihrer Trennung wurde Camille Claudel in eine Nervenheilanstalt versperrt, wo sie 1943 starb.

Camille Claudel wird meist als Geliebte Auguste Rodins genannt : "Der Kuss", "Der ewige Frühling" ... Werke, für
die Camille Muse war und Modell stand. Mehr, als die Öffentlichkeit weiß, hat sie jedoch selbst an ihnen
gearbeitet. Ihre eigenen Werke wie "Der Walzer" oder "Sakuntala" sind kaum in den Museen zu finden, zu
wenige Abgüsse wurden angefertigt und verkauft ... es war erst um die Jahrhunderwende: eine Zeit, in der Frauen an der
Nationalen Hochschule der Künste noch nicht studieren durften. Nach der Trennung von Auguste
Rodin hat sie alles, was sie schuf, in ihrem Atelier zerstört. Camille Claudel war eine geniale Bildhauerin, ihre
zutiefst innerlichen Werke sind bis heute Öffnungen in eine moderne und unvergleichliche Perspektive.

Coop 05 berichtet über ihr Leben und ihre Werke: vertont und in theatralen Bildern skizziert.

Es geht um die Zerbrechlickeit des Geistes und die Freiheit der Kunst. Um die dringende Notwendigkeit von
Ausdruck, um Kunst als Notwendigkeit.

Das Hörbare wird plastisch. Camilles Skulpturen zu Stücken, zu Liedern.

Die Bühne zu ihrem "Atelier musical".

Die Musik

Zwei Gesangsstimmen, Klavier, Cello, indisches Harmonium, Gegenstände und elektronische Klänge:
Geräusche und Instrumentales, welche durch Frequenz- und
Geschwindigkeitsveränderung verstimmt und vergrößert werden.

Verstimmung durch Verlangsamung vergrößert den Klang, geht extrem nahe an ihn heran: Eine „Zeit-Lupe“
dessen, was gerade real akkustisch passiert. Als würde man ins Innere des Geräusches, des Klanges gelangen.
Eine Art „Entgrenzung“

Danach passiert die Begrenzung - die Formung: Gesang … Cello, eine Melodie entwickelt sich … Wie das Formen
des Steins oder des Lehms.


Regie: Nicole Nagel
Camille: Susanne Kubelka
Rodin, Erzähler: Neven Nöthig
Rose, Mutter: Claudia Günster
Textfassung/ Idee: Susanne Kubelka Komposition: Susanne Kubelka und Robert Schleisiek
Musikalische Realisierung: Robert Schleisiek, Nicole Nagel, Claudia Günster, Susanne
Kubelka Filme: Karsten Lindemann, Beatrix Wilmes
Filmische Bearbeitung: Karsten Lindemann
Cello: Claudia Günster
Klavier, indisches Harmonium: Susanne Kubelka

3., 4., 5., 6. Januar 2015 | klagenfurter ensemble | Messehalle 11, Klagenfurt
22. Januar bis 14. Oktober 2015 | Theater im Bauturm Köln
Presse ... tosender Applaus am Ende der Uraufführung für "Camille Claudel"... ein Abend, der
das intensive, wie tragische Leben der französischen Bildhauerin Camille Claudel in
packenden, poetischen Bildern erzählt...

In seinem zwischen raffinierter luftiger Abstraktion und expressivem choreographischen
Theater angesiedelten Stil zeichnet das exzellente Ensemble das Bild einer starken,
attraktiven und dennoch gescheiterten Künstlerin...

Wichtigstes Element des unter der Regie von Nicole Nagel zu einem bewegten Mosaik
aus Sehnsucht nach Liebe und Freiheit, aus glühender Kreativität, destruktivem Schmerz
und Resignation geformten Stücks ist die Musik:

angelehnt an John Cage, verschiebt sie Dimensionen und damit die Wirklichkeit...
großes Theater...


Andrea Hein, Kärntner Krone
"Liebe ... Raum für den Geliebten, die Geliebte freilassen ..." John Cage, 110 Gedanken

Programmheft als download

14. März 2016, 19:08 Musical Material der Seele

Aus einem Leben wird Klang: das "Camille Claudel Atelier Musical" im Pathos
Von Egbert Tholl

(Foto: Lindemann)
An diesem Abend wird mal wieder deutlich, was für ein wunderschöner Theaterraum das
alte Pathos ist. Ein Raum, der an sich schon eine Poesie hat, auch wenn im Keller das
Wasser steht und die Feuerwehr vorbeikommen muss. Ach, das wäre schon ein Traum,
aber ein aus der Realität geborener, nähme die Stadt ein wenig Geld in die Hand und
renovierte das Gebäude, gerade so viel, dass sein Charme bleibt. Da bräuchte es wohl
gar nicht so viel, und man müsste auch keine Angst haben, dass das Pathos dem noch
seiner Entstehung harrenden Kreativquartier in Jutier- und Tonnenhalle im Weg umginge -
was das Pathos kann und was es ausmacht, ist so speziell, dass es immer Nische sein
wird, aber eine notwendige, eine, die man auch nie unter den Gastspielbetrieb der
Kammerspiele subsumieren könnte.
Kultur Süddeutsche.de
Freilich, das Pathos kriegt ja Geld vom Kulturreferat, aber das geht halt für die Kunst drauf.
Wie etwa ein ganz klein bisschen für das Gastspiel von Coop 05, das "Camille Claudel Atelier Musical".
Das ist ein Zauberabend dreier Menschen, Susanne Kubelka, Neven Nöthig und Claudia Günster.
Regie hat Nicola Nagel geführt, und Kubelka hat die Aufführung letztlich ersonnen, den Text zusammengestellt und auch viele Ideen
zur Musik weitergereicht.
So spielt nun Frau Günster Cello, Kubelka selbst lässt ein indisches Harmonium schnaufen - das muss man sich als eine Art
Akkordeon auf einem Kinderwägelchengestell vorstellen - und Nöthig bläst in eine blaue Plexiglasblockflöte.
Aber so beschrieben klingt das viel zu profan.
Denn die Musik, und der Abend ist Musiktheater, ist immer da, einerseits als elektronische Aura, andererseits in französischen,
schweren Liedern, da singen sie dann, da spielt Kubelka Klavier, und irgendwoher weht immer noch ein feiner Klang heran,
durchzeiht diesen wundersam klaren und grandios tiefen Abend.
Kubelka übersetzt die Materialität der Skulpturen Camille Claudels in Klang.
Aber auch in Liebe.
Zu Rodin sagt Camille, die hier niemand anders als Kubelka ist, dass seine "Eichenhände" ihre Wohnung seien
und sie in seinem Bart ihre Vögel züchten wolle.
Gemeinsam arbeiten Rodin und Claudel im Atelier, und was sie erschaffen, klingt.
Stein, Blecheimer - "Stein, Papier, Blut, Asche".
Das ist Claudels Metapher, die an der Liebe zum älteren, bald sehr erfolgreichen Rodin litt, der ihr zwar das künstlerische Arbeiten -
eine Frau im ausgehenden 19.
Jahrhundert! - ermöglichte, sie aber auch zum Knecht des eigenen Genies machte.
Camille war ihm Muse, Gehilfin, Geliebte, und als die Beziehung zerbrach, von der sie immer mehr gewollt hatte in ihrer Unabdingbarkeit
als Künstlerin und Mensch, da zerbrach sie selbst wie die Klaviatur eines alten Klaviers in Kubelkas poetischem, traurigen Traum.
Als Claudels Vater starb, der einzige in ihrer Familie, der sie immer unterstützt, verstanden hatte, versteckte die angstvolle Mutter
die aufgelöste Camille im Irrenhaus.
30 Jahre lang.
Bis zum Tod.
Wenn nun dunkel eine Videokamera über Skulpturen Claudels fährt und man das Schaben der Steine hört, dann versteht man ein Ringen
um einen Ausdruck, von dem hier Klang bleibt.
Solaris Eine kosmische Groteske Coop 05, 2006 Im trüben Licht des zähflüssigen Ozeans landet eine kleine Raumkapsel.
Der Wissenschafter Kelvin ist von der Erde auf den Planeten Solaris geschickt worden und stößt auf Chaos und Auflösung. Die zwei
Besatzungsmitglieder verhalten sich merkwürdig, in den kahlen Gängen tauchen Gestalten auf, die aus einem Traum zu stammen
scheinen.
Kelvin begegnet seiner verstorbenen Frau. Realität oder Wahnvorstellung?
Eine Arbeit, die mit vier Schauspielern, fünf Tänzern und Videobildern in einer globalisierten Welt nach Orientierung sucht.
Anhand der Geschichte von drei Wissenschaftlern, die auf Solaris mit den materialisierten Gestalten ihres Unbewußten, ihres Gewissens
konfrontiert werden, stellen wir uns die Frage , was Menschsein letztlich ausmacht, welche Umstände der Mensch geschaffen hat, um die
Substanz menschlichen Daseins zu gefährden und was heute für die Erhaltung der „Station Mensch“ im Universum sprechen kann.
Fünf verschiebbare Türen und eine Leinwand sind die zentralen Bühnenelemente, mit ihnen werden sämtliche Räume skizziert. Figuren
verschwinden „schwebend“, tauchen auf...
Regie: Gerhard Roiss
Choreographie: Paula
Scherf
Videos: Andre Lehnert
Bühne: Judith Kehrle
Kompositionen: Susanne
Kubelka
Tänzerinnen:
Marie Laure Fiaux, Romy
Schwarzer, Dorothee Kriegl,
Ursula Nill, Paula Scherf
Kelvin: Guido Renner
Harri: Susanne Kubelka
Snaut: Waldemar Hooge
Sartorius: Philipp Sebastian
Berton: Andre Lehnert
Alte Feuerwache Köln
29. Januar 2009 (PREMIERE) | 30. 31. Januar 2009 | 01. Februar 2009 |
[kwadrat:] - Klagenfurt 26. 27. 28. 29. 30. März 2009 jeweils um 20 Uhr 05. 06. 07. 08. 20. 21. März 2009 jeweils um 20 Uhr
"Wie war dein Antlitz vor der Geburt deiner Eltern?" jap. Koan Aug' in Auge Nach einer Erzählung von Tschingis Aitmatov Coop 05, 2006 Die beklemmende Erzählung über eine kirgisische Frau, die ihren desertierten Mann
während des 2. Weltkrieges gegen den Widerstand eines ganzen Dorfes versteckt, wurde
mit Künstlern aus Deutschland, Irak, Österreich, der Schweiz und Spanien entwickelt und
mit einfachsten Mitteln auf die Bühne gebracht. Thema der Arbeit waren Kriege und die
Entfremdung menschlicher Grundsätze.
Auf einer kargen Bühne konzentrierte sich das Ensemble auf die Frage nach der Würde des Menschen. Eigens für dieses Stück
komponierte Gesänge und entfremdete Volkslieder, sowie instrumentale Stimmungen bildeten die Basis für das Archaische der
Geschichte. Der irakische Musiker Saad Thamir sang die Stimme des Deserteurs Ismael.

“Aug' in Auge“ wurde 2006 in der Christuskirche in Köln uraufgeführt.

Danach wurde es im ehemaligen Bunker der Gauleitung Kärnten, im Klagenfurter Bergbaumuseum gezeigt.

Im März 2007 vom Bundeskanzleramt in Wien prämiert, konnten mit dem Preisgeld weitere zwei Vorstellungen am Museum des
antifaschistischen Widerstandes, am Peršmannhof in Eisenkappel, realisiert werden.

Von der südlichsten Gemeinde Österreichs aus noch 21 km in die Berge hinein, zwischen ehemaligen grünen Bunkern von
Partisanen und Deserteuren des 2. Weltkrieges, machten die Sommergewitter einen Bogen um das Tal, wo die Freilichtbühne
aufgebaut war, und wir konnten spielen.


Regie: Gerhard Roiß
Ausstattung: Tanja Drinhausen
Licht: Dietrich Körner
Musik:Suzanne Josek, Saad Thamir
Schauspiel: Susanne Kubelka, Gerhard Roiß, Katharina
Schmölzer, Oliver Vollmann, André Lehnert, Guido Renner,
Jürgen Sihler, Michael Che-Koch, Daniela Bette
Beim Zurückgeben der Handsirene am Eisenkappler Gemeindeamt
erzählte der Vizebürgermeister, dass man im Ort erstaunt redet, „am
Peršmannhof hätte was stattgefunden, wo es keinen Schuldigen
gegeben hat, außer dem Krieg".
Absent Faces - Impression Absent Faces absent.faces
Ein Abend über die Magie und Kraft unbewusster Bilder,
inspiriert von den Werken Leiko Ikemuras
Eine Bäurin in der Mark Brandenburg zieht sich schwarze Kleider an, legt sich in ihr Bett und verständigt sich fortan nur mehr füsternd. Bis zu ihrem Tod 15 Jahre
später wird sich daran nichts ändern.
Mehr als 100 Jahre später besucht ihre Urenkelin J. eine Ausstellung von Werken der japanischen Künstlerin Leiko Ikemura. In einem Bild vermeint sie den
vollendeten Ausdruck des, dem seltsamen Verhalten der Urgroßmutter zugrundeliegenden Schmerzes zu erkennen, der zugleich ihr eigener ist.
Bilder, Laute, Töne steigen aus dem Unbewussten hoch und verbinden sich zu einer neuen Sprache. Schicht für Schicht werden ihre und der Urgroßmutter
Traumata freigelegt und verbinden sich zu Neuem.
Absent Faces - Impression Yoshie Shibahara Absent Faces - Zitat „Erfahren wir erst das Geheimnis des Seins, wenn wir die Sprache verlieren?“ Leiko Ikemura Absent Faces Musik: Susanne Kubelka
Texte: Leiko Ikemura, Susanne Kubelka, Virginia Woolf
Creation: Susanne Kubelka, Yoshie Shibahara, Hans Escher, David N. Koch

Jim Susanne Kubelka
Mädchen Yoshie Shibahara
Akkordeonmann David N. Koch

Regie und Raum: Hans Escher
Bildnerische Werke: Leiko Ikemura
Film, Fotografie und Graphik: Karsten Lindemann
Technische Leitung, Licht und Videomontage: David N. Koch
Filmschnitt: Priska Kubelka
Pressearbeit, Begleitung und Layout: Tina Perisutti
Assistenz: Toni Pitschmann, Fine Faust, Sonja Vrisk
Produktionsleitung: Susanne Kubelka

Eine Produktion von Coop 05 in Zusammenarbeit mit
MUSEUM MODERNER KUNST KÄRNTEN / ORANGERIE KÖLN
Absent Faces - Impression Yoshie Shibahara, David N. Koch, Susanne Kubelka Absent Faces - Text In einer traumartigen Reise durch innere Landschaften in die ungestörte, tiefe Welt eines Mädchens wird die Entwicklung von Identität untersucht: Bilder
und Klänge, Melodien und Gesänge berichten vom ersten Begreifen der Welt, der Entstehung von Sprache: von Lauten zu Worten, vom Reifen des Körpers,
von Sehnsüchten und Nöten. Die Gefahr, die der erwachende Körper eines Mädchens (der weibliche Körper) dabei seit Generationen für religiös-
patriarchalische Strukturen birgt, verursacht

auch noch heute seine Bändigung und ein Stummhalten, Versteckthalten weiblicher Stimmen.

Doch was verlieren wir, wenn wir sie nicht hören?

In absent faces fnden die innere Wildnis der Mädchen, ihre Zartheit, ihre Kraft, der Schmerz der Bändigung und die Rebellion dagegen musikalischen,
bildnerischen und szenischen Ausdruck.
Absent Faces - Text Ich ziehe den Wintermantel aus, auf dem die Krusten hängen meiner Zeit.
Der Klang der Glocke.
Ich suche die Küche im großen Haus mit den vielen Gängen.
Der unterste Stock ist am dunkelsten.
Ja. Von meiner kindlichen, gefährlichen Liebe hab ich geträumt heute.
Und da hab ich mich plötzlich erinnert.
Dass mein Herz angefangen hat zu schlagen, wenn ich den Schloßherren gesehen habe, wie das von
einer kleinen Schwalbe, und ich wollt ihm unter das blütenweisse Hemd fiegen, unter seine Achsel
hinein und dort sein und ein Nest haben und die Welt von da aus anschaun.
Verliebt war ich in ihn.


Susanne Kubelka
Absent Faces - Impression David N. Koch Absent Faces - Impression
Deine Hand wird bald
eins sein mit den Ähren
des Silbergrases

Leiko Ikemura
Absent Faces- Info Gefördert von
Ich danke Adele Schlombs für die Bereitstellung der Texte der Ausstellung „All about girls and tigers“
im Museum für Ostasiatische Kunst Köln

Ich danke
Reinhard Hafner vom MMKK, Dirk Mueller, Okapi Design, Claudia Weinhappl,
Jule Schacht, Nicole Nagel, Gerhard Roiss und Cilly Kubelka, meiner Unterstützung auf allen Ebenen .

Ein besonders großer Dank an Ria Ketteler
Absent Faces - Impression Foto: Tina Perisutti

Not November. Reiben..
Reiben.
Am Firmament reiben, das Nadelöhr finden, das Prickeln von Igelstacheln.
Skifahrenlernen des Kindes, tauchen, wenn man von einer Insel kommt,
.Der Ruderverein macht uns stark.

Libellen fliegen über Teiche
Kaulquappen, tausende, sind fast Frösche,.
Am Abend legt sich mein Mund in die Ufermulde, mein unterer Leib ins Wasser.
Durch mich schwimmen die Lebewesen,
durch mich hindurch, entgleiten durch meine Schädeldecke,
schwimmen, schwimmen weiter ins Firmament
Kommen wieder, in Schwärmen und schwimmen wieder in meinen Leib.
Circulation, Sternennebel, Kaulquappennebel.
Immer mehr werd ich zur weichen Nacht, da unter Wasser.
Der Strang für Blut und Eiweiß ist überall,
Verbindet das Pulsieren der Wellen..
Hier singe ich ohne zu singen
Bete ohne zu beten
Weiß ich von Liebe, Verluste und Aschen
Und weiß es nicht
Das All, es summt ohne Schallwellen
Summt vor Ladung und Leben..
Dir begegnen werde ich, das Wesen im Wasser
Weiß es und weiß nichts davon,
Anwesend ist alles, nichts formuliert.
Große Wiege aus angereichertem Wasser.
All. Schilfwind.
Sanft.
Du bist mir schon jetzt gegeben, schon ungeboren..
Du bist dreizehn Jahre alt, streifst durch die Strassen
Und ich werde noch.
Bin noch ohne ganze Lungen.
Deine weichen Hände behüten mein Leben, schon hier..
Meine sternblühenden Impulse erfüllen schon jetzt deine Zuversicht.
Ja. Liebe kann man es nennen, später.
Ich weiß kein Wort und nicht einmal den Laut um es zu nennen.
So groß ist es und so unendlich diese Glücklichkeit.
Ja, schon als du dreizehn warst, hab ich dich geliebt,
Halb Kaulquappe, halb Mensch.
Schon als du dreizehn warst, hast du mich gesucht
Werdender Junge,
Bub mit Glanz.

Und wenn wir bleiben können, noch, wird deine Hand wie mit
Baumrinde überzogen, mein Handgelenk umfassen, das
mürbe sein wird wie Papier.

Beinah kein Du wird es mehr geben , beinah kein ich.

Mehr Wind und wieder Schilf,
Das ich nun höre, jetzt noch unter Wasser,
Wir werden wissen vom Tod.
Wissen, dass wir versuchten,
Wissen, dass wir gerade noch leben.
Bis wir ins große Tor gehen werden,
Als Boe aus Partikeln,
Und nur dein Hauch wird die Baumkronen streifen.

Doch jetzt.
Jetzt bin ich da, hier unter Wasser
Und werde.
Entwickle die Tücher
Entwickle mich von Schale und Erbsenhaut.
In der Schwüle meiner Geburt.
Ein Gewitter ist nahe.
Du rufst mich.
Glocken
Wer sagt einem, was richtig ist,
wenn es nicht nur um einen Profit gehen soll,
einen kapitalistischen Ich-Profit, sondern um etwas Schöneres?
Wer sagt einem, wann es sich lohnt,
alles hineinzugeben in die Vorbereitung von einer Glanzstunde?
Oder besser keinen Unterschied machen zwischen Kommen und Sein
und Nichtgekommensein und Welken?
Immer wieder hineinsterben in eine neue Welt, in einen Schaum hinein, der anders ist,
als alles, was man kennt, anders, fremd, nie geahnt,
aber echt und hier.
Glanzstunde
Niemand hat je existiert
Alles ist hier, alles ist leer.
Blutbahnen und Hochzeitsreisen.
Wie ein Korallenriff spannt sich mein Rippenbogen um Lungen,
Herz und Unsichtbares.
Eine uralte Frau bin ich und auch ein Mädchen noch und auch
ein Embryo.

Und das Werden ist so vollkommen
Und das Werden so schwer oft.
Das Werden.

Möchte ich Sterblichkeit sehen, riechen, begreifen?
Wenn ich ehrlich bin: ja, ich möchte.
Weil die Neugierde mich treibt.

Aber nimm mir nicht den Zauber.
Wenn der Knochen altert, dann brauch ich den Baum, den
Tierkadaver,
die modrige Blume.

Wenn mein Körper sich leert,
den kristallklaren Geist und die Idee des Sterbens.
Um zu begreifen.
werden
Dunst.
Wellen aus Stein.
Dunkelheitsschichten ins Helle herüber.
In den Schluchten alles, was ohne Zeit ist.
Wie tiefe dunkle Gesänge liegen die Berge vor mir,
der Stein offen.
das Waldgewand weich.
Ohne Fragen legen sie mich in ihre fast schwebende Schwere.
Lösen mein Blut in Quellen
und lassen mich ruhn.
Berge
Hast du vergessen, dass, wenn du dich nicht in die Fluten stürzt
die Fluten verschwinden, weil du es bist, der sie ruft, den sie tragen
und der selber die Flut ist?
Denkst du, nun musst du nicht rufen mehr, beten und nicht mehr
die Brust öffnen mitsamt deinem Blut und deinem schlagenden Herzen?
Dann siehst du, der Garten verdorrt und der Wind sucht sich andere Zweige aus
denen er Blüten bläst, so, dass es Duft und ein Rauschen schneit.

Wenn ich tot bin, bin ich von selber Staub
und von selber trägt`s mich dann zu den Sternen.
Aber jetzt, jetzt, wo mein Hirn und die Haut noch vernetzt sind
für Empfindung und Fühlen, für Ideen von Liebe,
jetzt, wo ich noch Hände hab zum Erdeholen und Beerenpflücken,
jetzt muß ich mich geben
Dir, der Arbeit, dem Dreck und der Blüte.
Weil das will ich sein, solange ich leb:
Flut, Schnee, Glockenklang,
Rasender Stier und Aphrodite,
Sprung eines weissen Wolfs und flüssiges Eisen
Stacheln, eiskalte Schnauzen,
bebende Gräser und Klage und Fisch.
Flut
Rehe

Zartester Sprung.

Rain aus Veilchen und Hänsel und Gretelblumen.

Du sprichst zu mir.

Ehrlich.

Klareste Luft.

Erlösung.

Fussspuren im nassen Mackerdamm

und der Fluß neben uns.

Ich bebe.
Rehe
Rauch
Maitage. Kind.
Leichtfüsse, kaum den Boden berührt.
Wohin?
Rindenhaut. Schimmer. Fisch im Lichtwasser.
Wasserbaum
Steinschuppen, Schuppensteine.
Aus meinen Fingern wachsen Schwimmhäute. Fingerflügel.
Öffnungen.
Weißer Nebel.
Schneewolle.
Maitage

MUSIK Audio Layer Land of Death Audio Layer Gebet der Mädchen Audio Layer Strömung Audio Layer walklavier Komm! Hörproben 2014/15 Kompositionsstipendium für "Camille Claudel, atelier musical", Coop 05 2013 Musikalische Leitung und Komposition für "Deportation Cast" Bauturmtheater Köln 2011 Theater-Musik "Vom Nichtstun“ Freies Werkstatttheater Köln 2010 – 2012 Komposition My wilderness, my innocent land 2009 "Solaris" Videomusik und Gesänge für die gleichnamige Theaterproduktion Kompositionsstipendium 2015 „Camille Claudel atelier musical“ Vertonung einer assoziativen, inneren Biographie der französischen Bildhauerin Camille Claudel, gemeinsam mit Robert Schleisieck. Das Grundprinzip der Musik des „atelier musical“ basiert auf der Kombination von

a) in Dur/Molltonart komponierter, beinahe minimalistischer Musik: Akkordfolgen in Wiederholungen; ein oder zwei
Gesangsstimmen, die auftauchen; ein simples melodisches Thema,improvisatorisch variiert... und

b) Kompositionen aus verstimmten Klängen:
Unter Verwendung eines max/msp Computerprogrammes werden Klänge aufgenommen, in Tempo, Frequenz und Lautstärke
bearbeitet, geloopt und in vier voneinander unabhängigen Spuren übereinandergelegt. Sowohl auf Tonart gestimmte als auch
zufällige Verstimmungen sind beabsichtigt.

Die Auswahl erfolgt intuitiv und nach Gehör. Bei der Entwicklung der szenischen Situation auf der Bühne galt der Gedanke,
dass alles, was im Raum ist, durch das Gehörtwerden zu Musik wird. Konkret bedeutete dies, dass sämtliche Arbeitsvorgänge
wie Klopfen, Reiben, Polieren, Verstellen von Gegenständen, etc. Teil der Musik sind und somit auch die Handlungen
komponiert werden. Zur Verfügung hatten wir fünf Hocker, einen großen Kochtopf, vier Steine, eine kleine Papierharmonika,
zwei Tonscherben, zwei kleine Zimbeln, Wasser, zwei kurze Äste, eine Spieluhr, zwei 10cm lange Metallstäbchen, ein Cello, ein
Harmonium, ein Klavier bzw. einen Flügel, Baumwolltücher und Stimmen.
Aurore J’ouvre la fenêtre
Il fait jour, tôt le jour
L’ombre des montagnes. Grande, si grande
L’eau est sombre,
partout le brouillard
Ou sont mes attaches,
mes racines, ou sont-elles?
La table, ma chambre,
le tableau au mur.
Mes pieds ne touchent pas le plancher,
est-ce que je dors encore?
Est-ce un rêve, est-ce un rêve?
Est-ce que je dors encore?
Sturm Innerster Sturm. Gegenwart des Todes am Höhepunkt.

Direktheit und Nacktheit. Atem.
Lay down to me
and close your eyes
Some day we`ll burn
to ashes, my love
Sink inside me
like a stone in the water
In the deepest we will rise.


Breath, breath, breath...
Let us waste ourselves
The now`s beyond recall
Let`s release ourselves
before dust comes to dust
A storm comes up
Let yourself flow
Let us be borne by
My love, let s rise

Breath, breath, breath...
Bow to our skins
you can`t avoid it
Let yourself sink
we both have no choice
We have to span
the unnamed strings
So breath, my love
and do it with me

Breath, breath, breath....
Breath, my love,
a storm comes up
Breath, my love,
we go to the end
Dust comes to dust
and ashes to ashes
we`ll go to the end
and will never find back

Breath, breath, breath.....

Stille nach dem Sturm.
Staub.
Deportation Cast Theater im Bauturm 2013 Deportation Cast von Björn Bicker Sobald wir Mensch sind, uns aufrichten und einen Weg gehen, welchen auch
immer, hinterlassen wir Spuren und tragen Verantwortung. Das Stück "Empreintes
sur la premiere neige" (Spuren im ersten Schnee) meint das unbetretene Feld
unseres Lebens bevor Entscheidungen getroffen werden. Wir müssen den Schnee
betreten. Sich nicht zu verhalten ist auch eine Entscheidung. Hinterlässt auch eine
Spur.
Wieviel wir über Menschen wie z.Bsp. Roma wissen, liegt letztendlich in unserer
eigenen Verantwortung. Von etwas zu wissen, was wir nicht direkt verändern
können, ist schwer. Von etwas zu wissen, drängt uns, uns dazu zu verhalten. Es ist
nicht leicht... Dennoch müssen wir viel wissen. Etwas zu wissen und es
auszusprechen ist ein erster Schritt. Die Musik erzählt von diesen Spuren im ersten
Schnee.
traces on my skin traces in the ground traces of violence traces in his eyes traces of words traces of your hands traces of love traces in the snow traces
Empreintes sur la premiere neige Intro

Schritte im ersten Schnee,
what will leave, when we leave?
Empreintes de vie sur la premiere neige,
printed in our skin and ground.

Un homme.

Maman je frie, Maman je frie,
no borders, no land,
Maman je frie.

Maman , je suis libre, Maman, je suis libre!
Came out of the circle,
Maman, je suis libre!
Nobody can not, nobody can not step into the earliest snow.
Everybody must, everybody must step into the snow!
What are the traces of our lifes?

Un homme est ne´
un homme se léve,
un homme tombe.


Hunters hunt ,
the hunted hide ,
the hunted flee and we
step into the snow.
Who are we, that we make decisions about people we don`t know?
We don`t know.

What do we read inside the face we have in front?
Hunters have their guns to kill, Mothers have their tears.
Une fille aime
une fille court,
ein Mädchen zieht sich aus.

A boy stands up
a boy runs
a boy falls,
a boy kills.

Coda

Tons voix est mons voix,
dein Mund ist mein Mund
your skin is my skin
tons rire est mons rire.
Tes yeux sons mes yeux,
your face is my face.
Godfather shelters us.
We are, we are not,
responsible,
we are all one?
traces on my skin traces in the ground traces of violence traces in his eyes traces of words traces of your hands traces of love traces in the snow
Révolte Referents on chairs,
documents,
biographies, made unknown.

Rain, rain, rain on their faces
Snow, snow, snow on their bodies.

Voices, voices, voices,
echoes in our ears.

Walking on the lines,
coming out of slavery,
hunted by society.

No borders, no rights, free.
Free like animals,
objects of our fantasies,
hunted like animals,
objects of desire, hate and sexual phantasies.
We invade their houses with violence,
disregarding borders of humanity.
Everybody has the right to a home and something to eat.

Rom means human.
They collect their food from our waste.
What a shame to us!
I feel ashamed!

Ignorance sows what we call criminal potential.
Bearing traces of banishment and social exclusion
those people get excluded more.
Ignorance sows what we call criminal potential.

Every man is able to kill a man if pressure is high enough.

Each and everyone of us has the potential of running amok, if
pressure is high enough.
Where s our responsibility?
Where s our responsibility?

The worlds most powerful Groups blow human lifes for profit,
while we get forced to buy the products, in order to cope with the
system.

People soap themselves with petrol to
go up in flames in order to be heard!

Human rights are broken.
Man gets humiliated,
while the powerful seize more power, and again power and
money are giving themselves the right to
exploit men, women and children.

We are watching (it), we are watching (it).
Are forced to be part of the exploitation,
we are part of the system,
we become exploiters ourselves!
How much can a man stand?
How much can a man stand?

How long, how long will we close our voices, our eyes, our hearing and
our sentiments?
How long will people again commit suicide to be heard?
How long will we maintain the system, that makes profit on the
expense of suffering?

How much can a man stand?
How long will we be watchnig?
Hear the voices, hear the voices!

When will we say no? No. No. No!



Die Musik wurde für „Deportation Cast“ eine Produktion der GBR
Deportation Cast und des Bauturmtheaters in Köln 2013 geschrieben.

Konkakt note@susannekubelka.com Impressum IMPRESSUM Verantwortlich gemäß §55 RfStV und §5 TMG

Susanne Kubelka

Fotos

Galeriebilder
©Karsten Lindemann, Thomas Josek, Ivan Toscanelli

Szenenfotos
"Camille Claudel"©Karsten Lindemann
"Solaris"©Laurence Voumard
"Aug' in Auge"©Thomas Josek
"Das haarige Mädchen"©Thomas Josek
"Deportation Cast"©MEYER ORIGINALS

Internetseite

Gestaltung und Umsetzung
Eine Website der DATEA mit Unterstützung von Blaufeder
Videos

Showreel "Susanne Kubelka 2015"©Fabian Epe
Trailer "Camille Claudel"©Fabian Epe
Trailer "Deportation Cast"©Karsten Lindemann

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